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	Kommentare zu: Trauernde erwachsene Geschwister	</title>
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		<title>
		Von: Sima		</title>
		<link>https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-300</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sima]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 04:48:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-261&quot;&gt;Andy&lt;/a&gt;.

Lieber Andy!
Ich bin zufällig auf diese Website gestoßen, obwohl ich so eine aus der Zeit gefallene Analoge bin. 
Doch was Du schreibst, geht mir verdammt nah, weil ich auch ich vor 2,5 Wochen ähnliche dramatische Umstände erlebt habe als meine Schwester mich verlassen hat. Ja, mich als ihre Schwester. Ich möchte mal einen Moment nicht an meine betroffene Mutter und leidende Nichte denken, die mir &quot;den Hut aufgesetzt&quot; haben, damit ich auch weiterhin meinen Platz als &quot;Kümmerer&quot; in unserer geschrumpften Familie übernehmen mag. Das ist nicht boshaft bemerkt. Keineswegs. Einer muss sie ja übernehmen, die vielen kleinen und größeren Schritte, die nun notwendig sind. Ich fühle mich paralysiert, die Situation ist surreal, ich fasse es nicht und die Gefühle rasen auf der Achterbahn dahin. Sie erwischen mich unvermittelt. Ich versuche Alltag und Routinen zu leben, das gibt mir Halt. Und ich schöpfe Kraft aus dem Zuspruch meiner wenigen Freunde. Sie, meine geliebte &quot;kleine&quot; Schwester hatte keinen einzigen, lebte gewollt isoliert in einer kalten Welt. Aber ich möchte Dich nicht zuteilen mit meinem Schmerz! Jede/r leidet, trauert anders und es gibt keinen Austausch, keinen Vergleich darüber. Nur Anteilnahme und das Gefühl, nicht alleine damit zu sein: diesem einzigartigen Geschwistergeschenk, das ich Zeit Lebens bei mir trug. 
Ich hoffe für Dich, daß Du die Trauer annehmen konntest und Tränen ohne Scham vergossen hast. Das ist immens wichtig für das weitere Leben. Mut stillem Gruß, eine Schwester]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-261">Andy</a>.</p>
<p>Lieber Andy!<br />
Ich bin zufällig auf diese Website gestoßen, obwohl ich so eine aus der Zeit gefallene Analoge bin.<br />
Doch was Du schreibst, geht mir verdammt nah, weil ich auch ich vor 2,5 Wochen ähnliche dramatische Umstände erlebt habe als meine Schwester mich verlassen hat. Ja, mich als ihre Schwester. Ich möchte mal einen Moment nicht an meine betroffene Mutter und leidende Nichte denken, die mir &#8222;den Hut aufgesetzt&#8220; haben, damit ich auch weiterhin meinen Platz als &#8222;Kümmerer&#8220; in unserer geschrumpften Familie übernehmen mag. Das ist nicht boshaft bemerkt. Keineswegs. Einer muss sie ja übernehmen, die vielen kleinen und größeren Schritte, die nun notwendig sind. Ich fühle mich paralysiert, die Situation ist surreal, ich fasse es nicht und die Gefühle rasen auf der Achterbahn dahin. Sie erwischen mich unvermittelt. Ich versuche Alltag und Routinen zu leben, das gibt mir Halt. Und ich schöpfe Kraft aus dem Zuspruch meiner wenigen Freunde. Sie, meine geliebte &#8222;kleine&#8220; Schwester hatte keinen einzigen, lebte gewollt isoliert in einer kalten Welt. Aber ich möchte Dich nicht zuteilen mit meinem Schmerz! Jede/r leidet, trauert anders und es gibt keinen Austausch, keinen Vergleich darüber. Nur Anteilnahme und das Gefühl, nicht alleine damit zu sein: diesem einzigartigen Geschwistergeschenk, das ich Zeit Lebens bei mir trug.<br />
Ich hoffe für Dich, daß Du die Trauer annehmen konntest und Tränen ohne Scham vergossen hast. Das ist immens wichtig für das weitere Leben. Mut stillem Gruß, eine Schwester</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Manu		</title>
		<link>https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-264</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manu]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2025 21:41:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Guten Abend an alle Lesende,
einige hier haben erleben müssen, wie sich einer/eine ihrer Liebsten das Leben genommen hat. 

Womöglich kann euch eine Filmdokumentation etwas Trost spenden, in der eine Familie genau das erleben muss und eine &#039;Trauerwanderung&#039; unternimmt, in Gedenken an den gestorbenen Bruder/Sohn/Freund.

Der Film ist gerade auf Netflix zu sehen und heißt:
Trauerwanderung für Evelyn

Mein liebster Bruder starb vor 2 1/2 Jahren an einem Asthmaanfall, es wird nie wieder so sein, wie es einmal war. 
Wir müssen lernen, so ein schlimmes Ereignis in unseren Leben zu integrieren und weiterleben. 

Seid alle behütet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Abend an alle Lesende,<br />
einige hier haben erleben müssen, wie sich einer/eine ihrer Liebsten das Leben genommen hat. </p>
<p>Womöglich kann euch eine Filmdokumentation etwas Trost spenden, in der eine Familie genau das erleben muss und eine &#8218;Trauerwanderung&#8216; unternimmt, in Gedenken an den gestorbenen Bruder/Sohn/Freund.</p>
<p>Der Film ist gerade auf Netflix zu sehen und heißt:<br />
Trauerwanderung für Evelyn</p>
<p>Mein liebster Bruder starb vor 2 1/2 Jahren an einem Asthmaanfall, es wird nie wieder so sein, wie es einmal war.<br />
Wir müssen lernen, so ein schlimmes Ereignis in unseren Leben zu integrieren und weiterleben. </p>
<p>Seid alle behütet.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Andy		</title>
		<link>https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-261</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2025 17:19:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.soulpapers.de/?p=5680#comment-261</guid>

					<description><![CDATA[Mein Bruder ist im Mai mit 53 Jahren verstorben.
Im Stuhl eingeschlafen. Herz-Kreislaufversagen. Ich hoffe, er hat nicht gelitten.

Bei der Arbeit, in meiner Pause, dieser Anruf. Mutters Nummer, aber eine mir fremde Stimme.
&quot;Berger von der Polizei Bielefeld. Ich rufe vom Telefon ihrer Mutter an. Erstmal vorweg: ihrer Mutter geht&#039;s gut, alles in Ordnung.&quot; ... Okayyy...?!? ... &quot;Ich muß ihnen trotzdem die traurige Mitteilung machen, daß ihr Bruder Heiko verstorben ist.&quot;

Ich werde es nie vergessen! Die Welt dreht sich von einer Sekunde auf die andere auf den Kopf.
Auf dem Weg zu meiner Mutter die ganze Zeit gesagt &quot;Nein, das kann nicht sein&quot; und direkt darauf &quot;DOCH, die Polizei hat es Dir gerade gesagt&quot;.
Es ist so unreal!

5 Stunden später war alles für die Beisetzung geregelt. Das kann doch nicht wahr sein, aber doch!

Von seiner Freundin genaueres über den Ablauf erfahren.
Mein Bruder war schon am Vortag gestorben. Die Zeit zog sich... Freundin arbeiten, dann Feierabend, Schlüssel steckt noch von innen, Anrufe werden nicht angenommen, erst nichts böses vermuten, dann zur Polizei gehen, die rücken an, rufen die Feuerwehr, die findet meinen Bruder, Kriminalpolizei... bis die Meldung endlich in Bielefeld landete.

Während ich den Tag davor mit arbeiten und Feierabend genießen verbrachte, saß mein Bruder Tod in seiner Wohnung.
Das ist so verrückt!

Dann die Wohnung ausräumen, Wertsachen sichern, Mutter beim Schreibkram helfen...
Von jedem gekauften Gerät hat mir mein Bruder erzählt.
Jetzt liegt plötzlich all sein Stolz in meiner Hand. Das was ich behalte, gehört nicht mir. Es gehört weiterhin meinem Bruder!

Jeden Tag dieses Nachrübeln, daß man das letzte mal Billard gespielt hat, Dart, Bowling, Minigolf, oder einfach nichts tun und quatschen...
Der letzte Abend im Juli 2024, wo er fahren wollte, ich noch mit zum Auto kam, wir kurz noch quatschten und ich sagte &quot;komm gut nach Hause&quot;...
Daß es die letzten Worte, der letzte Handschlag sein sollte...
Unecht!

Und man denkt auf einmal nach:
Viele Unterhaltungen über verstorbene Bekannte/Freunde/Kollegen, aber kein Wort darüber, was ist, wenn uns mal was passiert.
Man muß eine Menge nachforschen, wo es was zu erledigen gibt. In dieser Trauerzeit muß man sich gleichzeitig mit dem realen Vertragsleben auseinandersetzen, sich zu Ämtern bewegen und sich dann vorwurfsvoll anhören, dass &quot;ihre Mutter doch nochmal für einen Termin anrufen sollte&quot;, weil die die Beamten von ihrem Wurstsalat am Schreibtisch danach in die Pause gegangen wären. Kein herzliches Beileid oder so, sondern knallharte deutsche Ordnung.
Ja, ich meine EUCH beim Ordnungsamt Hannover!

Es ist jetzt immer noch nicht echt. Alles ist für immer vorbei. Für immer nie wieder!
Hannover ist jetztnur noch eine stinknormale Stadt. Das Leben dort ist weg.
Man muß stark bleiben, es geht ja weiter. Man müsste froh sein, daß man noch den Tag heute genießen darf. Aber man muß ihn alleine genießen. Auch wenn gute Freunde da sind... 20 Freunde können einen Bruder nicht ersetzen!

Mir wurde ein Teil amputiert, das trifft es!
Alle Geschwister da draußen:
macht euch bewusst, daß ein Geschwisterteil IMMER in diese Situation kommt. Man merkt es erst, wenn es soweit ist...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Bruder ist im Mai mit 53 Jahren verstorben.<br />
Im Stuhl eingeschlafen. Herz-Kreislaufversagen. Ich hoffe, er hat nicht gelitten.</p>
<p>Bei der Arbeit, in meiner Pause, dieser Anruf. Mutters Nummer, aber eine mir fremde Stimme.<br />
&#8222;Berger von der Polizei Bielefeld. Ich rufe vom Telefon ihrer Mutter an. Erstmal vorweg: ihrer Mutter geht&#8217;s gut, alles in Ordnung.&#8220; &#8230; Okayyy&#8230;?!? &#8230; &#8222;Ich muß ihnen trotzdem die traurige Mitteilung machen, daß ihr Bruder Heiko verstorben ist.&#8220;</p>
<p>Ich werde es nie vergessen! Die Welt dreht sich von einer Sekunde auf die andere auf den Kopf.<br />
Auf dem Weg zu meiner Mutter die ganze Zeit gesagt &#8222;Nein, das kann nicht sein&#8220; und direkt darauf &#8222;DOCH, die Polizei hat es Dir gerade gesagt&#8220;.<br />
Es ist so unreal!</p>
<p>5 Stunden später war alles für die Beisetzung geregelt. Das kann doch nicht wahr sein, aber doch!</p>
<p>Von seiner Freundin genaueres über den Ablauf erfahren.<br />
Mein Bruder war schon am Vortag gestorben. Die Zeit zog sich&#8230; Freundin arbeiten, dann Feierabend, Schlüssel steckt noch von innen, Anrufe werden nicht angenommen, erst nichts böses vermuten, dann zur Polizei gehen, die rücken an, rufen die Feuerwehr, die findet meinen Bruder, Kriminalpolizei&#8230; bis die Meldung endlich in Bielefeld landete.</p>
<p>Während ich den Tag davor mit arbeiten und Feierabend genießen verbrachte, saß mein Bruder Tod in seiner Wohnung.<br />
Das ist so verrückt!</p>
<p>Dann die Wohnung ausräumen, Wertsachen sichern, Mutter beim Schreibkram helfen&#8230;<br />
Von jedem gekauften Gerät hat mir mein Bruder erzählt.<br />
Jetzt liegt plötzlich all sein Stolz in meiner Hand. Das was ich behalte, gehört nicht mir. Es gehört weiterhin meinem Bruder!</p>
<p>Jeden Tag dieses Nachrübeln, daß man das letzte mal Billard gespielt hat, Dart, Bowling, Minigolf, oder einfach nichts tun und quatschen&#8230;<br />
Der letzte Abend im Juli 2024, wo er fahren wollte, ich noch mit zum Auto kam, wir kurz noch quatschten und ich sagte &#8222;komm gut nach Hause&#8220;&#8230;<br />
Daß es die letzten Worte, der letzte Handschlag sein sollte&#8230;<br />
Unecht!</p>
<p>Und man denkt auf einmal nach:<br />
Viele Unterhaltungen über verstorbene Bekannte/Freunde/Kollegen, aber kein Wort darüber, was ist, wenn uns mal was passiert.<br />
Man muß eine Menge nachforschen, wo es was zu erledigen gibt. In dieser Trauerzeit muß man sich gleichzeitig mit dem realen Vertragsleben auseinandersetzen, sich zu Ämtern bewegen und sich dann vorwurfsvoll anhören, dass &#8222;ihre Mutter doch nochmal für einen Termin anrufen sollte&#8220;, weil die die Beamten von ihrem Wurstsalat am Schreibtisch danach in die Pause gegangen wären. Kein herzliches Beileid oder so, sondern knallharte deutsche Ordnung.<br />
Ja, ich meine EUCH beim Ordnungsamt Hannover!</p>
<p>Es ist jetzt immer noch nicht echt. Alles ist für immer vorbei. Für immer nie wieder!<br />
Hannover ist jetztnur noch eine stinknormale Stadt. Das Leben dort ist weg.<br />
Man muß stark bleiben, es geht ja weiter. Man müsste froh sein, daß man noch den Tag heute genießen darf. Aber man muß ihn alleine genießen. Auch wenn gute Freunde da sind&#8230; 20 Freunde können einen Bruder nicht ersetzen!</p>
<p>Mir wurde ein Teil amputiert, das trifft es!<br />
Alle Geschwister da draußen:<br />
macht euch bewusst, daß ein Geschwisterteil IMMER in diese Situation kommt. Man merkt es erst, wenn es soweit ist&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Inga		</title>
		<link>https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-260</link>

		<dc:creator><![CDATA[Inga]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2025 17:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.soulpapers.de/?p=5680#comment-260</guid>

					<description><![CDATA[Lieben Dank für diese Seite. Ich musste eben beim lesen ganz viel weinen und ich bin froh, dass es jemanden (so direkt um die Ecke von Hameln) gibt, der diese Seite erstellt hat und das Gefühl kennt.
Meine Schwester ist im Juli nach knapp 3 Jahren Krebserkrankung im Alter von 51 Jahren gestorben (mein Vater ist vor einem Jahr verstorben nach 3 Jahren Krebserkrankung).

Ich (45) habe meine Schwester und engste Verbündete verloren. Keiner kannte mich so gut wie sie. Als Kinder viel zusammen gespielt, als Jugendliche zusammen gefeiert, die letzten Jahre im gleichen Dorf gelebt, alle Gefühle und Gedanken geteilt...
Bis zum Schluss im Hospiz.

Wenn ich zu traurig bin, höre ich ihre Stimme, wie sie mich aufbauen und ermutigen würde.

Das Gefühl,  als Schwester nicht gesehenen zu werden fühle sehr. Meine Mutter bekommt Mitgefühl,  dass ihr Mann und ihre Tochter verstorben sind,  während ich daneben stehe. Es sieht kaum jemand, dass auch ich meinen Papa und meine Freundin und Schwester verloren habe.

Ich fühle mich für ihre Kinder mit verantwortlich. Sie sind doch noch so jung und ihren Schmerz kann ich mir kaum ausmalen.

Danke, für diese Seite. Falls es ein Treffen geben sollte würde ich mich über einen Austausch freuen. 
Herzlichen Gruß]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieben Dank für diese Seite. Ich musste eben beim lesen ganz viel weinen und ich bin froh, dass es jemanden (so direkt um die Ecke von Hameln) gibt, der diese Seite erstellt hat und das Gefühl kennt.<br />
Meine Schwester ist im Juli nach knapp 3 Jahren Krebserkrankung im Alter von 51 Jahren gestorben (mein Vater ist vor einem Jahr verstorben nach 3 Jahren Krebserkrankung).</p>
<p>Ich (45) habe meine Schwester und engste Verbündete verloren. Keiner kannte mich so gut wie sie. Als Kinder viel zusammen gespielt, als Jugendliche zusammen gefeiert, die letzten Jahre im gleichen Dorf gelebt, alle Gefühle und Gedanken geteilt&#8230;<br />
Bis zum Schluss im Hospiz.</p>
<p>Wenn ich zu traurig bin, höre ich ihre Stimme, wie sie mich aufbauen und ermutigen würde.</p>
<p>Das Gefühl,  als Schwester nicht gesehenen zu werden fühle sehr. Meine Mutter bekommt Mitgefühl,  dass ihr Mann und ihre Tochter verstorben sind,  während ich daneben stehe. Es sieht kaum jemand, dass auch ich meinen Papa und meine Freundin und Schwester verloren habe.</p>
<p>Ich fühle mich für ihre Kinder mit verantwortlich. Sie sind doch noch so jung und ihren Schmerz kann ich mir kaum ausmalen.</p>
<p>Danke, für diese Seite. Falls es ein Treffen geben sollte würde ich mich über einen Austausch freuen.<br />
Herzlichen Gruß</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Manuela		</title>
		<link>https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-259</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manuela]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2025 18:10:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.soulpapers.de/?p=5680#comment-259</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-256&quot;&gt;Silvana&lt;/a&gt;.

Vielen Dank für diesen Artikel. Mein Bruder ist vor 4 Tagen verstorben und ich leide so sehr. Er war erst 48 und ist ohne bekannte Vorerkrankung plötzlich verstorben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-256">Silvana</a>.</p>
<p>Vielen Dank für diesen Artikel. Mein Bruder ist vor 4 Tagen verstorben und ich leide so sehr. Er war erst 48 und ist ohne bekannte Vorerkrankung plötzlich verstorben.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tanja Wellstein		</title>
		<link>https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-257</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tanja Wellstein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2025 11:57:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.soulpapers.de/?p=5680#comment-257</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-241&quot;&gt;Kathi&lt;/a&gt;.

Liebe Kathi,
Auch meine Schwester war 35, als der Anruf am 12.07.25 von meinem Vater kam eine Morgens. Da unsere Mutter dement ist und er sie seit drei Jahren versorgt, dacht ich sofort, er ruft an wegen ihr. Stattdessen sagte er, meine Schwester sei tot.
Ich habe es lange nicht geglaubt, sie hat einen dreijährigen Sohn und einen sehr lieben Ehemann. Vor drei Jahren bin ich stolze Tante Tani geworden. Es ist so passiert, dass sie seit Mittwoch Aeinen grippalen Infekt hatte mir Fieber, Hslsweh, Schüttelfrost , sich Freitagabend , nachdem Fieber wieder besser war und auch wieder Appetit hatt, ins Bett legte u am Morgen tot im Bett lag. Obduktion ergab lediglich eine Lungenentzündung. Es ist immer noch jeden Tag unfassbar, zudem, ich bin die Ältere, wir sind 15 Jahre auseinander, ich bin 51. Sie hatte auch die Zügel in der Hand, hat alles mit den Eltern gemanagt und war absolut zuverlässig und lieb. Jetzt ist sie in Gottes Hand und ich spüre, ihr geht es gut. Aber meine Eltern, 80 und 76 wollen nicht mehr leben. Der Verlust ist zu schwer, sie war unser Sonnenschein, den meine Mutter mit 40 gebar, unser Nesthäkchen. Warum nur....keine Antwort. LG Tanja]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-241">Kathi</a>.</p>
<p>Liebe Kathi,<br />
Auch meine Schwester war 35, als der Anruf am 12.07.25 von meinem Vater kam eine Morgens. Da unsere Mutter dement ist und er sie seit drei Jahren versorgt, dacht ich sofort, er ruft an wegen ihr. Stattdessen sagte er, meine Schwester sei tot.<br />
Ich habe es lange nicht geglaubt, sie hat einen dreijährigen Sohn und einen sehr lieben Ehemann. Vor drei Jahren bin ich stolze Tante Tani geworden. Es ist so passiert, dass sie seit Mittwoch Aeinen grippalen Infekt hatte mir Fieber, Hslsweh, Schüttelfrost , sich Freitagabend , nachdem Fieber wieder besser war und auch wieder Appetit hatt, ins Bett legte u am Morgen tot im Bett lag. Obduktion ergab lediglich eine Lungenentzündung. Es ist immer noch jeden Tag unfassbar, zudem, ich bin die Ältere, wir sind 15 Jahre auseinander, ich bin 51. Sie hatte auch die Zügel in der Hand, hat alles mit den Eltern gemanagt und war absolut zuverlässig und lieb. Jetzt ist sie in Gottes Hand und ich spüre, ihr geht es gut. Aber meine Eltern, 80 und 76 wollen nicht mehr leben. Der Verlust ist zu schwer, sie war unser Sonnenschein, den meine Mutter mit 40 gebar, unser Nesthäkchen. Warum nur&#8230;.keine Antwort. LG Tanja</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Silvana		</title>
		<link>https://www.verwaiste-schwester.de/trauernde-erwachsene-geschwister/#comment-256</link>

		<dc:creator><![CDATA[Silvana]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jul 2025 22:13:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.soulpapers.de/?p=5680#comment-256</guid>

					<description><![CDATA[Ich kann wieder einmal nicht einschlafen, weil ich an ihn denke. Ich bin traurig, möchte es eigentlich nicht zulassen – und trotzdem ist sie da, diese Trauer.

Ich lasse den Rollladen ein Stück offen, weil ich mich ihm dann näher fühle. Ich spreche gedanklich oft mit ihm, bevor ich einschlafe. Und manchmal scrolle ich durchs Netz – zum Thema Verlust, wie heute. Dabei stieß ich auf diese Seite – wow… da sind Menschen, die mich verstehen.

Ich stolperte über den Satz: „Ich fühlte mich, als wäre mir ein Körperteil amputiert worden.“
Das sagte ich sehr oft, nachdem die Polizei vor knapp zwei Jahren vor meiner Wohnungstür stand und mir vom Brand erzählte. Und von der Leiche, die sie dort gefunden hatten – es handelte sich um meinen Bruder.
In dem Moment stand die Welt still.
Ich musste diese Nachricht meiner Mutter und meiner Schwester überbringen. Ich funktionierte nur noch – und das sehr lange Zeit. Vielleicht gehörte es auch zu meiner Rolle als Mittelkind. Ich organisierte die Beerdigung, schrieb den Text für die Zeremonie, kümmerte mich um alles. Nebenbei hatte ich kleine Kinder, einen Job, den Alltag.

Ich fühlte mich, als hätte ich meinen Körper verlassen.

Ich stand meinem Bruder extrem nahe. Ich habe jahrelang um ihn gekämpft, weil er suchtkrank war. Das heißt, ich habe ihn auf gewisse Weise schon einmal verloren.
Aber dass er so von uns gehen musste – was wirklich ein Unfall war, eine CO₂-Vergiftung – ist einfach nur Horror.

Viele Freunde und Familienmitglieder sagen mir zum Trost:
„Er hatte es nicht einfach – jetzt geht es ihm besser.“
Aber leider kann ich mit diesem Satz nicht viel anfangen.

Ich bin stark und habe mein Leben im Griff – aber ich trauere fast täglich immer noch.
Schöne Musik bringt mich sofort zum Weinen. Jeden Tag, wenn ich zur Arbeit fahre, steigen mir Tränen in die Augen, weil mich in dieser Stadt so vieles an ihn erinnert.

Es ist wirklich hart.
Und wahrscheinlich muss ich mit diesem Schmerz einfach leben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann wieder einmal nicht einschlafen, weil ich an ihn denke. Ich bin traurig, möchte es eigentlich nicht zulassen – und trotzdem ist sie da, diese Trauer.</p>
<p>Ich lasse den Rollladen ein Stück offen, weil ich mich ihm dann näher fühle. Ich spreche gedanklich oft mit ihm, bevor ich einschlafe. Und manchmal scrolle ich durchs Netz – zum Thema Verlust, wie heute. Dabei stieß ich auf diese Seite – wow… da sind Menschen, die mich verstehen.</p>
<p>Ich stolperte über den Satz: „Ich fühlte mich, als wäre mir ein Körperteil amputiert worden.“<br />
Das sagte ich sehr oft, nachdem die Polizei vor knapp zwei Jahren vor meiner Wohnungstür stand und mir vom Brand erzählte. Und von der Leiche, die sie dort gefunden hatten – es handelte sich um meinen Bruder.<br />
In dem Moment stand die Welt still.<br />
Ich musste diese Nachricht meiner Mutter und meiner Schwester überbringen. Ich funktionierte nur noch – und das sehr lange Zeit. Vielleicht gehörte es auch zu meiner Rolle als Mittelkind. Ich organisierte die Beerdigung, schrieb den Text für die Zeremonie, kümmerte mich um alles. Nebenbei hatte ich kleine Kinder, einen Job, den Alltag.</p>
<p>Ich fühlte mich, als hätte ich meinen Körper verlassen.</p>
<p>Ich stand meinem Bruder extrem nahe. Ich habe jahrelang um ihn gekämpft, weil er suchtkrank war. Das heißt, ich habe ihn auf gewisse Weise schon einmal verloren.<br />
Aber dass er so von uns gehen musste – was wirklich ein Unfall war, eine CO₂-Vergiftung – ist einfach nur Horror.</p>
<p>Viele Freunde und Familienmitglieder sagen mir zum Trost:<br />
„Er hatte es nicht einfach – jetzt geht es ihm besser.“<br />
Aber leider kann ich mit diesem Satz nicht viel anfangen.</p>
<p>Ich bin stark und habe mein Leben im Griff – aber ich trauere fast täglich immer noch.<br />
Schöne Musik bringt mich sofort zum Weinen. Jeden Tag, wenn ich zur Arbeit fahre, steigen mir Tränen in die Augen, weil mich in dieser Stadt so vieles an ihn erinnert.</p>
<p>Es ist wirklich hart.<br />
Und wahrscheinlich muss ich mit diesem Schmerz einfach leben.</p>
]]></content:encoded>
		
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